Samstag, 1. Oktober 2011

Berlin - Bonn mit einem 125er Roller

Von Berlin nach Bonn mit einem 125er Roller, das hatte ich mir bei diesem schönen Altweibersommer vorgenommen. Nach vielen aufmunternden Worten im Forum Deutschlandroller bin ich mit meiner Daelim Besbi gefahren und es hat riesig Spaß gemacht. Was die Navigation angeht habe ich mich entschlossen weitgehend nach dem Kopf zu fahren. Ich wollte nicht andauernd anhalten um nach dem Weg zu sehen. Daher sind es gut 100 km mehr geworden, aber es ging deutlich entspannter ab. Nachdem ich mich durch Berlin gewühlt hatte, habe ich ein Stück Autobahn Richtung Magdeburg genommen. Wenn man hinter einem passenden LKW hängt, geht das ganz passabel - der Tacho meiner Daelim Besbi zeigte knapp 100 km/h an.

Nach zehn Kilometern Aufobahn bin ich auf die B1 gefahren. Die B1 beruhigte mich navigationsmäßig sehr, da sie mich bis Dortmund geführt hätte, ohne in die Karte zu sehen. Nachdem ich im Braunschweig Stadtverkehr die B1 aus den Augen verlor, orientierte ich mich weiter südlich Richtung Harz - den Brocken im Blick. Nach ca. 300 km und  sieben Stunden Fahrt war dann die Übernachtung in einem Landgasthof bei Seesen angesagt. Nach einem tollen und auch etwas anstrengenden ersten Tag übermannte mich bereits bei der Tagesschau der Schlaf.

Die Besbi machte keine Mucken, sie lief ohne jegliche Probleme. Auch das Hinterteil hat mitgemacht. Das Gepäck war problemlos unter der Sitzbank und im Topcase verstaut. Der mitgeführte Reservekanister kam nicht zum Einsatz, obwohl der recht ungenaue Tankanzeiger der Besbi nach knapp 150 km nahezu Leerstand meldete. Die Landstraßen vor Magdeburg hatte ich teilweise fast alleine für mich. Fast wie ein Toscana-Urlaub war die Fahrt bei diesem herrlichen Altweibersommer.


Am nächsten Morgen ging es in aller Frühe durch den Solling Richtung Paderborn. Eine wunderschöne einsame Waldstrecke, doch auf der Höhe beschlug das Visier meines Helmes binnen Sekunden. Angehalten - gottseidank war kein Verkehr und mit offenem Visier weitergefahren. Dann weiter Richtung Paderborn - ein kurzes Stück Autobahn und rollte ich durchs Sauerland auf der B7, der B 229 und durchs Siegerland Richtung Bonn. Der krönende Abschluß war meine alte Motorradstrecke durch das Bröltal nach Bonn.


Insgesamt hab ichs pragmatisch gemacht und bin ohne Navi und detaillierten Streckenplan entspannt nach Gefühl gefahren. Da wo es bequem und eindeutig kürzer war gab es mal zehn oder zwanzig Kilometer auf der Autobahn und sonst habe ich die schöne Landschaft genossen. Auffallend war nur eins: Im Osten sind die Straßen zumeist schnurgerade, die schönen kurvigen Strecken kamen erst ab dem Harz.

1 Kommentare:

  1. gratulazione zu diesem ritt. gerne würde man den mann, der die bella maccina lenkte, auch auf einem auf seinem scooter rossa sehen. sonst könnte man denke, es ging durch die menschenleere tundra in aserbeidjschan.

    allzeit gute fahrt
    gaby

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